Januar 30

Die Luft die wir atmen

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Der Hessische Rundfunk hat mit “Die Luft die wir atmen” eine erste nachhaltige Eigenproduktion realisiert und sich dabei auch nicht von Covid19 ausbremsen lassen. Dabei wurde nicht nur versucht die Pflichtkriterien zu erfüllen, sondern auch ganzheitlicher gedacht: der benötigte SFX-Schnee kam zum Beispiel nicht aus dem Trinkwassernetz, sondern wurde aus einem Regenwassertank gespeist.

Der Spielfilm, der von Ende Februar bis Mitte Juni 2020 in Oberreifenberg im Taunus gedreht wurde, war der erste Vorstoß der Hessen im Bereich Grünes Drehen. Mit dieser Produktion und einer Anschubförderung hat Fernsehdirektorin Gabriele Holzner den Startschuss für „Green Shooting“ im Hessischen Rundfunk gegeben. „Dass Nachhaltigkeit unserem Publikum wichtig ist, zeigt sich spätestens seit Tausende Menschen wöchentlich dafür auf die Straße gehen. Wir wollen zeigen, dass wir im hr verstanden haben: Besser wird es nur, wenn alle mitmachen – auch wir.“, betont nochmals Intendant Manfred Krupp.

Das Projekt wollte dabei einen möglichst holistischen Ansatz verfolgen. So wurde auch Seitens der Redaktion bei der Entwicklung und in der frühen Phase der Planung die Nachhaltigkeit nicht außer Acht gelassen. Der Film spielt an nur einem Motiv und da als Drehort eine Jugendherberge gewählt wurde, konnte man hier auf viel vorhandene Infrastruktur zurückgreifen. 

Die Produktion wurde von Green Consultant und Setaufnahmeleiter Robert Hertel, sowie Green Consultant Fabian Linder umgesetzt. Im Produktionsablauf haben die Beiden im Zweiergespann mit den Departments die Maßnahmen überlegt und ausgeführt. Robert hatte als Set Aufnahmeleiter natürlich noch weitere Aufgaben, dafür war er aber jeden Tag mit dabei und hatte so einen maximal tiefen Einblick in die Produktion.
Fabian Linder übernahm eher eine kontrollierende Funktion, führte Schulungen durch und kümmerte sich vor allem um die Auswertung. Natürlich ist es ein Luxus, gleich zwei Green Consultants am Set zu haben, jedoch kann
in dieser Konstellation sehr effektiv gearbeitet werden: sowohl am Set als auch im Büro steht immer jemand in Kontrollfunktion zur Verfügung.

Zusätzlich hat Produktionsleiter Dominik Diers versucht, jeden und jede fürs nachhaltige Engagement zu begeistern und das ist ihm auch gelungen. Aufgrund der Pandemie wurde der Dreh präventiv im März 2020 abgebrochen und für drei Monate pausiert, nach der Zwangspause wurde der noch verbleibende Studiodreh nachhaltig gestaltet. Zwar wurde aufgrund der Maßnahmen etwas mehr Müll erzeugt, aber durch ökologische Materialien konnte man hier etwas Schadensbegrenzung betreiben.

Als Teil des Pilotprojekts der “100 grünen Produktionen” konnte „Die Luft die wir atmen“ einen großen Erfolg verbuchen, abgesehen von den nachhaltigeren LKW wurden alle Kriterien erfüllt. Der Film von Regisseur Martin Enlen ist voraussichtlich 2021 in der ARD und in der ARD-Mediathek zu sehen. Und grün geht es beim hr auch weiter: der nächste eigenproduzierte Tatort soll auch wieder eine nachhaltige Produktion sein.


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